
diesen „Tropfen“ werde ich für „Imogen“ - unser Titelbild und ihre Leidensgefährten schreiben,
eine Geschichte, von deren Hintergründe wir bisher niemals etwas gehört hatten, und
doch
- so scheint es - hat sie ihren Weg zu uns finden müssen...
Soeben hatte ich noch ein Pärchen Blesshühner beobachtet - das Unwetter auf dem „Shannon“ hatte anscheinend ihr „Floß“ mit einer Schar Blesshuhnkinder darauf gebeutelt - und nun waren sie eilig und aufgeregt damit beschäftigt, ihr Nest wieder zu sichern. Sie tauchen nach Schnüren von Schlingpflanzen, tragen einander schwimmende Stöcklein entgegen, die sie schnell zum „Floß“ schaffen um es zu sichern. Beide sind so besorgt,
Erst vor Kurzem wieder fragte mich ein kluger Mensch: „Müssen es denn diese Bilder sein,
die Sie den Menschen zumuten...?“ „Wenn es aber diese Wahrheit ist, von der ich weiß - die
wir selbst erfahren haben, was kann ich denn anders tun, als davon berichten, in Worten und Bildern... Wenn wir denn willens sind, etwas zu verändern an diesen Schrecken - wenn es uns
auch nur tropfenweise gelingen wird - dürfen wir die Wahrheit, auch wenn sie schonungslos
ist, nicht verschweigen.
Der verheerende Wahnsinn der letzten Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und offensichtlich sinnlos vergeudete Umweltgipfel unglaubwürdiger politischer Machthaber.
In der Tat, liebe Lesende lehren diese Damen und Herren uns das Fürchten! Wir müssen
nicht erst ausziehen das Fürchten zu lernen, wie es im Grimm`schen Märchen erzählt wird
- das Grauen ist um uns wenn wir denn hinhören und hinsehen und dann auch den Mund aufmachen sollen und davon reden...
Ich sehe hinaus auf den vom strömenden Regen aufgepeitschten „Shannon“* nur wenige
Meter vor meinem Fenster - tiefe, schwere, dunkle Wolken - die Schreie herabstürzender
Möwen - Weltuntergangsstimmung da draußen und doch nicht zum Fürchten... ganz anders
als die abgrundtiefe Furcht vor all dem, was auf diesem Planeten auch unter einem strahlenden Himmel an Schrecklichem täglich - ja in jeder Sekunde - und eben jetzt vor unserem inneren
Auge sich auftut.
..und heute sitze ich hier am Fenster eines „Guesthouses“ in Irland, unweit von „Avalon“
und versuche meine verstörten Gedanken zu sammeln...
* mit 370 km der längste Fluss Irlands
Doch zurück zum Heute und zum Blick aus dem Fenster:
Der „Weltuntergang“ auf dem „Shannon“ ist wahrhaftig verflogen - ich hatte vergessen wie
schnell dies hier in Irland möglich ist - der Himmel reißt auf - blau wie Rittersporn mit weißen
wild gestikulierenden Wolkengestalten - wie auf einer Bühne, in deren Orchestergraben
ein endloses Menschengewimmel dissonante Töne anstimmt und es nicht mehr gelingen will
- oder kann - ein Zusammenspiel der friedfertigen Symphonie einer „Neuen Welt“ zu erreichen...
Irland, Samstag, der 03. Juli 2010
Verzeihen Sie meine lieben Lesenden, schon wieder habe ich es mir nicht versagen können abzuschweifen zu den Zusammenhängen, die unser Handeln umtreiben:
Wenn ich heute, kaum drei Monate später nach den ersten Geschehnissen der vorliegenden „Geschichte“ zurückdenke, kann ich mich des
Eindrucks nicht erwehren:
Verzeihen Sie meine lieben Lesenden, schon wieder habe ich es mir nicht versagen können abzuschweifen zu den Zusammenhängen, die unser Handeln umtreiben: Wenn ich heute, kaum drei Monate später nach den ersten Geschehnissen der vorliegenden „Geschichte“ zurückdenke, kann ich mich des
daß sie auf die von mir zugeworfenen Brotstückchen gar nicht reagieren - wie dumm und unbedacht von mir auch zu glauben, daß sie sich in Anbetracht ihres so wichtigen Vorhabens von meinem Futterangebot ablenken ließen.
Sie haben es geschafft, die Beiden, die Wellen auf dem „Shannon“ sind ruhig und fast ein wenig liebkosend umspielen sie das „Floß“ mit den drei kleinen Blesshuhnkindern darin, von denen
das Eine plötzlich den Sprung ins Wasser wagt...
Inzwischen hat die Sonne auch wieder die Menschen aus ihren Häusern gezogen.
Ein Vater kommt daher, mit seinem etwa vierjährigen rothaarigen Sprößling. Der Kleine sitzt
nun im Schneidersitz am Ufer neben seinem Vater, der damit beschäftigt ist, ein zappelndes Würmlein auf den Angelhaken zu spießen - er wirft die Angel aus, dann legt er seinen großen, starken Arm um seinen Sohn und wird nun wohl versuchen, dem Söhnlein das wahrhafte Glück
des Anglerlebens beizubringen... Das kleine Blesshuhn schwimmt gefährlich nahe der im Wasser treibenden Angelschnur - was, wenn es den im Wasser zappelnden Wurm entdeckt, taucht,
und danach schnappt...? Haben wir nicht über ähnliche qualvolle Todesarten, belegt von Vogelschützern, immer wieder erfahren?
Schon bin ich auf dem Weg nach draußen, ich kann es einfach nicht lassen, mir die Zunge
zu verbrennen, höflich und bittend freilich... aber da kommt mir das irische Inselwetter zu Hilfe, wieder hat es plötzlich heftig angefangen zu regnen und Vater und Söhnlein suchen gottlob
schnell das Weite...
Meine lieben Lesenden, doch endlich nun möchte ich zum eigentlichen Thema dieses „Tropfens“ kommen. „Es wird auch Zeit...!“ werden Sie mir nach meiner langen Vorrede vielleicht auch entgegenhalten, doch erlauben Sie mir dann entschuldigend anzuführen, daß ich der festen Überzeugung bin, daß all dies im Innersten - dem unsrigen und dem gesamten „Weltgeschehen“ - zusammenhängt: Das ängstlich besorgte Elternpaar der Blesshühnchen ist vielleicht nur ein Staubkörnlein in diesem Geschehen - der Vater, der sein Söhnlein das leichte und unbesorgte Töten schuldloser Mitgeschöpfe lehrt... ist nicht auch er einer von Abermillionen unbesorgter Wegbereiter - bedeutender und unbedeutenderer freilich - in diese oder jene ruchlose Katastrophe,
der Albert Schweitzer so leidenschaftlich und auch verzweifelt mit seiner Ethik von der Ehrfurcht
vor allem Lebendigen Widerstand leisten wollte...?
Auch die Wahrheit meiner „Geschichte“ von einer „Katastrophe“ hat da irgendwann seinen Anfang genommen. Bei „unserer“ verloren gegangenen Ehrfurcht vor dem Leben - vielleicht weil schon im frühen oder späteren Kindesalter die Antwort auf die Frage im Keim erstickt wurde. Eine Frage,
die da lautet: „Wie Menschlein blickst du auf all das kreatürliche Leben, das dich umgibt...
dem du täglich begegnest...?“
Wie zu erwarten löst solches Verhalten der Pferde Unmut, Ärger und den dringenden Appell der Einwohner an die Behörden aus, dem Übel schnellstens Abhilfe zu schaffen. Auf diese Weise, meine lieben Pro Animale Freunde, sind die sogenannten „Horse-Pounds“ entstanden. Pferdefänger mit spezieller Ausrüstung und Fahrzeugen rücken aus und bringen die eingefangenen,
Irgendwie ist es wiederum eines jener „Wunder“, wie sie bisweilen die Zusammenhänge unseres Pro Animale Lebens - vielleicht aus meiner kindlich gläubigen Weltsicht gesehen - gelenkt haben.
*größte Tierschutzorganisation Irlands ** Sinti und Roma
Ein großes „Wunder“ diesmal - denn anders kann ich mir den in so kurzer Zeit erreichten Erfolg unseres Widerstands nicht erklären...
Ist es nicht merkwürdig, gerade heute vor 12 Jahren, am 05. Juli 1998 haben wir die Einweihung von „Avalon“, dem ersten und bis heute einzigen Greyhound Sanctuary in Irland begehen dürfen. Auch dies bezeichnete ich damals als ein „Wunder“, welches uns entgegen aller Widerstände und Niederbrüche widerfahren durfte.
Der Manager eines sogenannten „H o r s e - P o u n d s“ habe sie angesprochen...
So erfahre ich zum ersten Mal von der Existenz solcher „H o r s e - P o u n d s“ in Irland - drei oder vier soll es von ihnen geben. Auch diese, wie die „D o g - P o u n d s“ sind Einrichtungen
des politischen Establishments. Die Zahl hilflos umherirrender und verwahrloster Pferde in Irland ist in den letzten beiden Jahren extrem angestiegen. Auch die Lebensumstände der sogenannten „Travellers“** zu deren Alltag Pferde und Hunde - oftmals auch Greys - gehören (Sie erinnern sich vielleicht, liebe Tropfen-Leser, an unsere vielfachen, nicht ungefährlichen Besuche in solchen Traveller-Siedlungen und die stundenlangen Verhandlungen beim Freikauf von Hunden...) tragen in hohem Maße zu der Verelendung der Pferde bei. Gerade auch in den Städten, auf schmalen Grünstreifen, unweit von Müllanlagen, irren sie hungernd umher und gelangen schließlich in Parkanlagen, in Grünanlagen von öffentlichen Einrichtungen - wie Universitäten und Kliniken - in Vorgärten besser gestellter Einwohner.
Am 14. April 2010 erhalte ich einen Anruf von Marion Fitzgibbon, der früheren Präsidentin der ISPCA* , die sich couragiert, kritisch und wach geworden, vor einigen Jahren aus dieser Position verabschiedet hatte, nunmehr in Limerick ein eigenes Tierheim betreibt und unseren Einsatz in Irland von Beginn an freundschaftlich begleitet hat:
Noch waren wir an diesem 17. April 2010 ganz am Anfang unseres Bauvorhabens.
Nach unserer Landung in Kerry um 13:15 Uhr
machen wir uns auf den Weg zum „HORSE-POUND“...
In dieser Zeit räumt man möglichen Besitzern dennoch die Gelegenheit ein, gegen ein nicht geringes Entgeld - quasi als Strafgeld - die Tiere auszulösen.
Dies zu Ihrem Verständnis, liebe Lesende, damit Sie die Hintergründe des nun folgenden Geschehens nachvollziehen können.
Und nun zurück zum Anruf von Marion Fitzgibbon, bei welchem sie mir berichtet, daß der Manager eines „Horse-Pounds“ die Initiative ergriffen - und sie um Hilfe gebeten hätte:
Für 27 Pferde die hier stünden, sei nun die Zeit abgelaufen! Der „Horse-Pound“ müsse leer gemacht werden, da weitere dringende Fangeinsätze anstünden... so lautete die Frage des Mannes zu seiner Ehre - ob sie nicht wenigstens ein oder zwei Pferde in ihrem Tierheim aufnehmen könne... so auch Marions Frage an mich am Telefon, ob wir nicht in „Avalon“ Platz hätten - sie selbst hätte leider nur die Möglichkeit drei Pferde aufzunehmen.
„Wir werden es versuchen!“ verspreche ich Marion und bereits zwei Tage später sind
Peter (Janovich) und ich auf dem Weg nach Irland.
Wie ich Ihnen, liebe geduldige Zuhörer /-innen, bereits im Frühjahrstropfen berichtete, hatten wir Ende März begonnen, die soeben empfangene generöse Spende einer langjährigen Pro Animale-Freundin sofort in die Tat umzusetzen.
Wir hatten begonnen eine Stallanlage aufzubauen, nach den Plänen unseres unvergleichlichen Hans von Brandt - durchaus schon im Hinblick auf die Rettung von Pferden, aber auch von Schafen, solcher, die für die barbarischen länderübergreifenden Todestransporte bestimmt waren.
Sieben Tage auch hier die Galgenfrist - im „Dog-Pound“ sind es 5 Tage!
heruntergekommenen Pferde in die dafür geschaffene Einrichtung. Falls die Tiere nicht gechipt sind - was freilich meistenes der Fall ist, denn ansonsten könnten die Besitzer ja ausfindig gemacht - und mit einer Strafe belegt werden - werden diese Pferde dann gechipt, da eine zu führende Liste der eingefangenen Tiere verpflichtend dem Manager des
„Horse-Pounds“ vorgeschrieben ist.
Mein Blick wird aufgesogen vom Anblick der Tiere im Vorhof -
völlig erschöpfte Fohlen...
„Die werden es nicht schaffen!“ höre ich im Hintergrund.
Unsere Suche nach besagtem Horse-Pound führt uns über abseits gelegene Nebenstraßen - kein Hinweisschild zeigt uns den Weg.
Da sind kleinere Gebäude und eine große Halle hinter hohen, spitzen Eisenstäben.
Der Manager begrüßt uns mit war- mem Händedruck, er scheint überaus dankbar unser Kommen zu registrieren. Nur wenige Male gelänge es ihm, einige Tiere zu vermitteln.
„Wir haben uns entschlossen die ärmsten Tiere zu übernehmen!“
17. April 2010
bitte überblättern Sie nicht die folgenden Seiten - kommen Sie mit mir in dieses Todeslager... es sind doch nur Fotos, die ich Ihnen zumute.
Unerbittlich aber war die Wirklichkeit an diesem 17. April 2010. Nicht unsere Erschütterung im Gegenüber der Hoffnungslosigkeit - und nicht unser Herz, das uns „in der Brust zerspringen möchte...“
All das zählt nicht im Angesicht der stummen abgrundtiefen Verzweiflung, die diese Geschöpfe zu verschlingen scheint.
Liebe Pro Animale Freunde,
Wer von diesen Leidgeprüften die ärmsten Geschöpfe seien -
diese Frage stellt sich mir nicht mehr...
keines dieser Tiere hier zurückzulassen...!
Wer auch immer unseren Weg an diesen Ort geführt haben mag, hat uns ebenso die Verantwortung auferlegt -
36 Pferde und 2 Esel sind es, die wir an diesem Tag unentgeldlich aus dem Horse-Pound überantwortet bekommen: - Geschenktes Leben!
Niemals zuvor war Ähnliches geschehen und ich werde alles daran setzen, mit Ihrer Hilfe, liebe Pro Animale Freunde, diesen Fluß der Rettung nicht versiegen zu lassen!
nicht nach der Hinrichtung Schuldloser -
sondern für deren wiedergewonnenes Leben in unserer Obhut...
Für ihn
kamen wir
zu spät...
Laetitias Auge ...
...dies erleben zu dürfen, liebe Pro Animale Freunde, erfüllt mich mit unendlicher Dankbarkeit.
Ihnen gegenüber, die Sie unseren Widerstand bis heute solidarisch begleiten -
aber auch meinem Schöpfer gegenüber, der mir erlaubt, diese Arbeit tun zu dürfen...
17. und 18. April 2010
Die gesamten Kosten für den Transport nach „Avalon“ wurden von
dem unter staatlicher Verwaltung stehenden Horse-Pound übernommen!
Schon bei ihren ersten Schritten auf der Weide senken sie ihre Köpfe und beginnen
zaghaft - nicht hastig - die ersten Grashalme zu zupfen. Viele lassen sich auf dem
weichen und kühlen Boden nieder und versuchen sich zu wälzen.
Noch am nächsten Morgen finden wir viele Tiere ganz ausgestreckt auf dem Boden liegend vor. Sie erheben sich nicht wenn wir auf sie zukommen und wir beobachten, wie sie mit liegendem Kopf versuchen zu grasen - so schwach sind sie noch.
Für uns ein erschütternder Anblick! Natürlich haben wir große Angst, daß Einige nicht überleben werden.
Schon morgen wird ein deutscher Tierarzt jedes einzelne unserer Tiere einer Erst - untersuchung und -behandlung unterziehen. Ihr Zustand lässt vermuten, daß sie noch nie einen Tierarzt oder Hufschmied gesehen hatten.
Alle Tiere sollen an diesem Tag gegen innere und äußere Parasiten behandelt werden.
(Bis heute wurde diese Behandlung wegen des extremen Wurmbefalls fünfmal wiederholt! )
Die Vorbereitungen für die Aufnahme von 38 Großtieren mussten schnell gemeistert werden.
Wir hatten ein großes Areal mit Elektrozaun gesichert, sowie Wassertröge und Heuraufen aufgestellt.
Erst jetzt bemerken wir besorgt, daß nicht wenige Stuten tragend zu sein scheinen - auch unsere armselige
„Imogen“ und „Laetitia“ mit den wundervollen Augen.

Das Kommen des Tierarztes haben wir gut vorbereitet. Für jeden Pflegling haben wir eine Akte mit Foto angelegt, in welchem die individuellen Daten samt Chip -Nummer und die nun folgende Therapien eingetragen werden.
Unsere bisherige Stallanlage
reicht freilich nicht mehr aus ...
Wir danken Dr. Robert Stuckenberg ganz besonders für seinen hervorragenden Beistand in diesen ersten schweren Wochen - und vertrauen auf seine Begleitung
auch für die Zukunft!
So bringt die gründliche Erst- untersuchung zu Tage, daß nur eines unserer Tiere ohne nennenswerten gesundheitlichen Befund auskommt. Der Gesundheitszustand der massiv mitgenommenen Tiere ist schockierend:
Über 20 Pferde haben Lungenentzündung und alle nur erdenklichen Beeinträchtigungen, das Fellkleid aller ist verwahrlost und mit Parasiten übersäht. Der Zustand der Hufe ist alarmierend.
Beim Anblick unserer so folgsamen „Karawane“
geht uns das Herz auf...
Eine ganz merkwürdige Art eines Gefühls der Zusammengehörigkeit scheint sie alle - diese ehemaligen Todeskandidaten -
miteinander zu verbinden...
Alle haben sie überlebt!
Unzertrennlich:
Manuel und Gwyneth!
Die Hufe aller unserer Neuankömmlinge befanden sich in erbärmlichen Zustand!
Wir danken an dieser Stelle Markus Raabe von „Equiwent - Hufschmiede ohne Grenzen“ e.V. und seiner Mitarbeiterin Tiffany Hild für ihren sofortigen, hervorragenden und sehr anstrengenden Einsatz für unsere „Horse-Pound“ - Pferde.
Wiedervereint:
Mutter und Söhnlein...
Gabriel hat nur kurz seine Mutter Gabriella verloren...
"Olympia"
und
"Lady
Phillipa"
"Laetitia" und
"Ruari O´Connor"
"Imogen" und
ihr Söhnlein "Avalon Star"
"Pandora"
und "Merlin"
Im Leib ihrer Mütter
wurden diese Kleinen
aus dem Horse-Pound getragen...
Sie erblickten nur wenige Wochen
nach der Ankunft in Avalon
das Licht einer „besseren“ Welt...
Der Weg nach Avalon
ist heute von hohen Birken gesäumt. Ich hatte sie vor 13 Jahren als kleine Bäumchen pflanzen lassen:
„wenn sie groß sein werden, wird es vielleicht Zeit für mich, zu gehen“ - dachte ich damals.
Nun sind sie groß geworden und ich habe längst verstanden, dass man sich im Gegenüber des flammenden Horizontes, vor welchem sich das endlose Leid unserer Tiergeschwister auftut - niemals davonmachen kann...
lassen Sie mich bitte zurückkommen auf meine anfangs geäußerten Gedanken über Geschehnisse in unserem Pro Animale-Leben, die mich an „Wunder“ glauben ließen: Dies, was uns hier in Avalon in einem Zeitraum von nur knapp drei Monaten gelingen durfte, ist tatsächlich überwältigend. Dankbar darf ich Ihnen nun die folgenden Seiten vorlegen, die Sie ebenfalls,
liebe Freunde, von der Zuverlässigkeit und Sinnhaftigkeit unseres Tuns überzeugen werden. Unser polnisches Bauteam hat wiederum nach den so gut durchdachten Plänen
unseres Hans von Brandt Erstaunliches geleistet!
Liebe Lesende, seit unserem ersten Besuch am 17. April dieses Jahres haben wir insgesamt 48 Pferde aus dem Horse-Pound errettet - die Neugeborenen nicht mitgerechnet. Ich schreibe nun diese Zeilen an Sie, in der großen Hoffnung, dass Sie mit mir nachvollziehen können, von welcher eminenten Wichtigkeit es ist, diese erstmalige Rettungsschleuse hier in Irland nicht versiegen zu lassen.
Nicht nur einmal ein Licht im Tunnel zu entzünden, sondern mit unserer Fackel den Weg der Rettung auch weiterhin zu erleuchten - so wie wir es für die Greyhounds, die polnischen Schlachtpferde und die Kettenhunde bis heute bewältigt haben.
Bitte bleiben Sie mit uns an der Seite auch dieser Mitgeschöpfe, für die ansonsten keiner mehr bereit ist, sie aus diesem dunklen Tunnel zu führen... niemand, glauben Sie mir dies, wird so wie wir bereit sein, die „Fackel“ am Leben zu erhalten.
Wir haben vor, für diese unsere Schützlinge ein Adoptionsprogramm - möglicherweise auch bis nach England - auszubauen, sodaß in Avalon die Tore immer geöffnet bleiben können.
Unsere Baumaßnahme noch im April 2010

„For the well-being of our beloved Animal-brothers and -sisters...“ („Damit es unseren geliebten Tiergeschwistern wohl ergehe...“)
Die Inschrift am Stall lautet:
Neben dem Aufbau unserer neuen Stallanlage hat unser Bauteam mit Bärenkräften über 180 Meter Steinmauern zum Teil instandgesetzt, größtenteils neu aufgebaut.
Diese Mauern sind unent-behrlich für die Weidehaltung
in Irland, erlauben sie uns doch, innerhalb dieser natürlichen Begrenzung, lediglich mit Elektrozaun die Pferde sicher
zu halten.
Unsere gesamten Weideflächen nehmen mehr als 40 Hektar ein. Es handet sich dabei sowohl um typische fette Grasweiden, die besonderer Pflege und Sauberhaltung bedürfen, als auch um sogenanntes Wildernes-Land -
ein kargeres und urtümliches Land, auf welchem die Pferde vielerlei Kräuter – und gerade in diesen Monaten die süß schmeckenden Blüten des Heidekrauts finden. Diese Art der Wechselweiden sind äußerst förderlich für die
Gesundheit unserer Pferde...
Wenn Sie unsere Arbeit in Irland unterstützen möchten, nutzen Sie bitte unser
Online - Spendensystem!